
Ausgewählter Beitrag
Erfolg: Keine langen Reden schwingen
Erfolg durch gute Rhetorik
Es gibt viele Menschen, die Angst haben, in der Öffentlichkeit Reden zu halten. Sie werden nervös und klammern sich an einem vorbereiteten Manuskript fest. Fällt ein Blatt des vorbereiteten Textes zu Boden, so sind sie hilflos, im wahrsten Sinne des Wortes „aus dem Konzept“ gebracht.
Kurt Tucholsky gab folgende Ratschläge für eine gute Rede:
- Hauptsätze, Hauptsätze, Hauptsätze.
(Lange und verschachtelte Sätze, komplizierte Gedankengänge strengen das Publikum an und verwaschen die eigentliche Botschaft.) - Klare Disposition im Kopf – möglichst wenig auf dem Papier.
(Sie wissen eigentlich genau, was Sie mit Ihrer Rede erreichen wollen. Ein langes Redemanuskript führt nur zu komplizierter Sprache. Tragen Sie Ihr Anliegen kurz und bündig vor. Machen Sie es durch Geschichten und Beispiele glaubwürdiger. Menschen hören gern Geschichten und bleiben somit aufmerksam.) - Tatsachen oder Appelle an das Gefühl. Schleuder oder Harfe. Ein Redner sei kein Lexikon. Das haben die Leute zu Hause.
(Ein Lexikon vorzulesen ist unsagbar langweilig. Es sei denn, Sie wären Richard Burton, der einmal bei einem Auftritt das Londoner Telefonbuch vorlas – allerdings mit soviel Enthusiasmus, Modulation und Intonation in seiner Stimme, mit immer neuen Überraschungen und in einer Lautstärke, die das Publikum am Ende der Veranstaltung zu stehenden Ovationen hinreißen ließ.) - Der Ton einer einzelnen Sprechstimme ermüdet; sprich nie länger als vierzig Minuten.
(Seien Sie vorsichtig: 40 Minuten sind eine lange Zeit und das verführt dazu, sehr viele Themen anzusprechen. Ein erfahrener, britischer Parlamentarier empfahl einem Parlamentsneuling vor seiner Jungfernrede, die immer frei gehalten werden muss, nur einen einzigen Punkt anzusprechen, diesen aber immer wieder auf andere Weise und in anderer Tonart zu wiederholen. Das hämmere das Anliegen des Redners in die Köpfe der Zuhörer. Der Parlamentsneuling benötigte nur acht Minuten, aber seine Rede wurde zu einem Volltreffer.) - Suche keine Effekte zu erzielen, die nicht in deinem Wesen liegen. Ein Podium ist eine unbarmherzige Sache – da steht der Mensch nackter als im Sonnenbad.
(Bleiben Sie authentisch und bei sich, bleiben Sie die Person, als die die Zuhörer Sie kennen. Sobald Sie beginnen die Rolle eines Schauspielers zu übernehmen, wird man Ihnen auch den Inhalt nicht abnehmen.)

Fassen wir noch einmal, auch kurz und bündig, zusammen (mit einigen Ergänzungen zu Tucholsky): Nichts ist so wichtig wie eine gute Vorbereitung. Alle Argumente müssen absolut stimmen. Engagieren Sie sich. Es geht um Ihr Anliegen! Legen Sie Ihre gesamte Überzeugungskraft in die Rede. Die Begeisterung wird sich auf das Publikum übertragen. Gliedern Sie Ihren Vortrag sorgfältig und fassen Sie nach jedem Punkt noch einmal kurz zusammen. Bleiben Sie bei Ihrer Rede entspannt. Sie glauben gar nicht, wie nervös die Zuhörer wären, stünden sie selbst am Rednerpult. Binden Sie die Zuhörer in Ihren Vortrag ein. Stellen Sie rhetorische Fragen, lassen Sie Ihren Blick über das Publikum gleiten, so dass jeder einzelne Zuhörer sich angesprochen fühlt. Klammern Sie sich nicht an das Pult sondern gehen Sie auf das Publikum zu, sofern es die Tontechnik erlaubt oder der Kreis der Zuhörer klein ist. Heben Sie sich für den Schluss einen besonderen Höhepunkt auf, denn das macht Sie und Ihr Anliegen unvergesslich. Der letzte Satz muss den Zuhörern auch auf dem Weg nach Hause oder in der Mittagspause noch im Ohr klingen.
Für weitere wortstarke Tipps empfehlen wir den eBook-Ratgeber des Persönlichkeitsportals clavisio "Die hohe Kunst der Kommunikation"
Die hohe Kunst der Kommunikation | ||||||||||||||||||
|
Lernen Sie auf einfache Weise, mögliche Fallen der Kommunikation zu umgehen und somit Missverständnisse und Streitereien zu vermeiden, sich verständlich und souverän zu artikulieren und so erfolgreich mit Ihren Mitmenschen zu kommunizieren. Werfen Sie am besten gleich einen Blick in die kostenlose Leseprobe!
| ||||||||||||||||||
Zum Schluss noch eine Anekdote, die ein Stück Wahrheit in sich trägt: Ein Pfarrer fesselte regelmäßig seine Schäflein im Rahmen seiner Predigten. Als er nach seinem Geheimnis gefragt wurde, antwortete er:
Erfolg321 24.02.2011, 13.15
Kommentare hinzufügen
Die Kommentare werden redaktionell verwaltet und erscheinen erst nach Freischalten durch den Bloginhaber.
Kein Kommentar zu diesem Beitrag vorhanden
Erfolg haben heißt Erfolg leben!
"Der wahre Reichtum und beglückende Inhalt des Lebens- Friede, Harmonie,
Makellosigkeit, Sicherheit und Glück-, sie alle sind geistigen Ursprungs. Sie entstammen dem tiefen Ich des Menschen."
Dr. Joseph Murphy
Makellosigkeit, Sicherheit und Glück-, sie alle sind geistigen Ursprungs. Sie entstammen dem tiefen Ich des Menschen."
Dr. Joseph Murphy
Themen
| 2012 | ||
| <<< | Mai | >>> |
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | |
| 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 |
| 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 |
| 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 |
| 28 | 29 | 30 | 31 |
Linkliste





