
Ausgewählter Beitrag
Erfolg mal anders
Erfolg und wie man ihn auch sehen kann
Dieser Beitrag soll verdeutlichen, dass unglaublicher Reichtum, Rekorde, Erfindungen und was es sonst noch alles an Bewundernswertem gibt, nicht unbedingt der größte Erfolg eines Menschen sein muss. Versucht man, Erfolg zu messen, so kommt es doch in erster Linie darauf an, wo man startet und wo man schließlich, nach oft unendlich vielen Anstrengungen, ankommt. Besonders berücksichtigt werden sollten deshalb die Mühen, die aufgewendet werden, um von einem Zustand A zu einem Ziel B zu gelangen.
Aus diesem Grund sei an dieser Stelle eine Geschichte über einen großartigen Erfolg erwähnt, den Sie vielleicht nicht unter der Rubrik „Erfolgsgeschichte“ einordnen würden. Die Geschichte hat sich tatsächlich ereignet, doch geht es nicht initial um die Geschichte selbst, sondern darum, Ihr Augenmerk auch auf Erfolge zu richten, die es nicht auf die Titelseiten der Boulevardpresse schaffen.
Persönlicher Erfolg - eine etwas andere Geschichte
Wolfgang, nennen wir ihn mal so, war Medizinstudent, hochbegabt und ein sehr lebenslustiger Mensch. Seine Eltern waren sehr reich (und sind es immer noch). Doch Wolfgang nahm sein Studium sehr leicht und schätzte das „lustige Studentenleben“ mehr als es ihm gut tat. Er ließ sich treiben und geriet schließlich in falsche Kreise, bis er schließlich Bekanntschaft mit zwei Männern machte, die ihn mit einer Spritze Heroin „anfixten“ und ihm zum Abschied sagten. „Du weißt ja, wo du mehr bekommen kannst.“
Zunächst war Wolfgang sicher, die Situation unter Kontrolle zu haben. Schließlich war er Medizinstudent und kannte sich mit der Thematik aus. Doch es kam anders, als er es sich vorgestellt hatte: Wolfgang wurde heroinabhängig. Da er finanziell zunächst keine Sorgen hatte, konnte er sich seine Sucht eine ganze Weile lang leisten. Doch die Portionen wurden immer teurer und irgendwann konnte er sie nicht mehr finanzieren. Letztlich offenbarte er sich seinen Eltern, sein Vater war Arzt, und bat um deren Hilfe – und Geld.
Doch das, so erkannten seine Eltern schnell, war das Letzte was er brauchte. Wolfgang wurde für zwei Semester vom Studium beurlaubt und war bereit unter der Aufsicht und der Betreuung durch seinen Vater, sich auf einen „kalten Entzug“ einzulassen. Was ein kalter Entzug ist, und welche Qualen er für den Drogenabhängigen bedeutet, können Sie sich wahrscheinlich nicht vorstellen. Vielleicht wissen Sie, wie schwierig es ist, einen Alkoholiker „trocken zu legen“. Darunter leidet ein Alkoholiker Höllenqualen. Multiplizieren Sie diese Qualen mit dem Faktor 10 und Sie ahnen näherungsweise, wie es Wolfgang in den nächsten vier Monaten erging. Nach diesen vier Monaten wurde Wolfgang, in einer Fachklinik „nachbehandelt“.
Erfolg: Die persönliche Hölle überwinden
Ein Jahr später konnte er sein Studium wieder aufnehmen. Sein Lebenswandel änderte sich radikal, ebenso radikal mied er von da an jegliches „Genussmittel“, das ihn in eine Abhängigkeit hätte bringen können. Seinen Abschluss schaffte er mit Bestnoten und nach dem Rigorosum nach Fertigstellung seiner Dissertation wurde er mit „summa cum laude“ ausgezeichnet. Wolfgang praktiziert inzwischen als renommierter Kardiologe und Herzchirurg.Fragt man diesen Erfolgsmenschen jedoch nach seinem größten Erfolg, so ist seine Antwort stets: „Ich habe die Droge besiegt.“
Erfolg um jeden Preis muss nicht bedeuten, eine steile und beeindruckende Karriere hinzulegen. Der größte Erfolg eines Menschen ist sicherlich der, sich selbst am Schopf aus dem Elend hinauszuziehen (und da ist eine Drogensucht nur eines von vielen Beispielen) und ein neues Leben zu beginnen, an dessen Ende Zufriedenheit steht sowie das sichere Gefühl, alles daran gesetzt zu haben, die eigene Situation bestmöglichst gestaltet zu haben.
Erfolg321 30.07.2010, 10.53
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Kommentare zu diesem Beitrag
Erfolg haben heißt Erfolg leben!
"Der wahre Reichtum und beglückende Inhalt des Lebens- Friede, Harmonie,
Makellosigkeit, Sicherheit und Glück-, sie alle sind geistigen Ursprungs. Sie entstammen dem tiefen Ich des Menschen."
Dr. Joseph Murphy
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Ich habe endlich meinen inneren Schweinehund überwunden und eine sehr unangenehme Aussprache hinter mich gebracht. Für mich auch ein Erfolg.
vom 01.08.2010, 23.03